Versandhaus Foto-Müller, Nerongsallee 48, 24939
Flensburg
Unser
sw-magazin veranstaltet regelmäßig internationale
Schwarzweiß-Fotowettbewerbe Fotos
selbst vergrößern? Ein
echtes, klassisch hergestelltes Schwarzweißfoto hat
gerade in unserem Computerzeitalter eine besondere
Wertigkeit. Das hängt einerseits mit der langen
Haltbarkeit des Sw-Fotos zusammen (bis zu 500 Jahre), aber
auch mit besonderen Charakteristiken wie etwa das extrem
hohe Auflösungsvermögen, das typische Korn usw.
Man schätzt beim klassischen Sw-Foto die enge
Verbundenheit mit dem Film, also den dokumentarischen Wert -
während digitalisierten Fotos der Nimbus von
Manipulation und Fälschung anhängt. Es ist
daher nicht verwunderlich, dass in einer Zeit, in der sich
Computerausdrucke zum Massenartikel entwickeln, eine
Rückbesinnung zum Ursprung, zum klassischen
Schwarzweißfoto beginnt. Die Tatsache, dass
Fotoabzüge bekannter Fotografen zu Höchstpreisen
bei Auktionen gehandelt werden, unterstreicht einmal mehr
den Unterschied zwischen Sw-Echtfoto und
Computerausdruck. Zu
kompliziert und zu teuer? Zwar ist
der Respekt vor echten Sw-Fotos ungebrochen, aber es
hält sich vielerorts immer noch das Vorurteil, seine
Sw-Bilder selbst zu vergrößern sei eine teure und
komplizierte Angelegenheit. Wie teuer
wird es aber wirklich? Was Sie unbedingt brauchen ist ein
verdunkelungsfähiger Raum (mindestens 2 qm). In vielen
Fällen lässt sich das Badezimmer für einige
Stunden umfunktionieren. An Geräten und Zubehör
muss bei einem Neukauf mit mindestens 300,- Euro
Anschaffungskosten gerechnet werden (es gibt natürlich
auch weitaus teurere Geräte). Auf dem Markt werden sehr
viele Gebrauchtgeräte angeboten - allerdings sollte ein
Laie nur unter Hinzuziehung eines Fachmannes sich an solche
Schnäppchen herantrauen (viele Geräte sind schon
30-40 Jahre alt (man sieht den Dingern das Alter kaum an),
es gibt dann vielleicht keine Lampen mehr oder irgendetwas
am Vergrößerungsgerät ist defekt oder fehlt
gar und ist irreparabel. Die
Herstellung der Vergrößerung ist dank der
Fortschritte der Emulsionstechnik heute recht einfach. Im
Prinzip sind nur wenige Schritte notwendig. 1.
Belichtung: Film in die Filmbühne einlegen,
Belichtungszeit ausloten, Fotopapier belichten 2.
Entwicklung: Das belichtete Fotopapier knapp 1 Minute ins
Entwicklerschälchen legen, dann einige Sekunden ins
Unterbrecherbad (Essigverdünnung) und für ca. eine
halbe Minute ins Fixierbad tauchen 3.
Wässerung: Ca. 2 Minuten das Papier auswässern,
dann zum Trocknen aufhängen Der
Materialpreis für eine 18x24 cm-Vergrößerung
liegt bei ca. -,50 Euro. Sw-Fotos
vom Finisher? Während
Farbabzüge in guter Qualität und zu günstigen
Preisen über den Fotohandel angeboten werden,
können Sw-Fotos aus dem Großlabor selten
überzeugen. Deshalb empfiehlt sich gerade für die
Schwarzweiß-Fotografie die eigene Verarbeitung, zumal
dann auch der Ausschnitt selbst bestimmt werden
kann. Wer die
Anschaffung eines eigenen Heimlabors scheut, findet
vielleicht einen Fotoclub in der Nähe mit einer guten
Laborausstattung. Komplettangebot
für Einsteiger! Sie
möchten Schwarzweißfotos in klassischer Manier
selbst herstellen und sich ein eigenes Heimlabor
anschaffen? Wir
bieten für 424,- Euro folgende Grundausstattung
(Restexemplar, Messe-Vorführgerät): 1 Durst
Graduate für 35-mm-KB-Filme 1
Objektiv Rogonar 2,8/50 1
Dukalampe gelbgrün für das Raumlicht
(Glühbirne mit E27-Fassung) 3
Laborschalen für Fotos bis 20x25 cm 1 Kaiser
Schalenthermometer 2
Stahlpinzetten mit Schutzkappen 2 Jobo
Chemikalienflaschen, 1 l 1 x
Papierentwickler, 1x Fixierpulver 25 Bl.
work-Papier 13x18, glänzend (Gradation 3) 1
Kartengruß-Folienset, 1 Sw-Magazin, 1
Anleitung Wenn Sie
anstelle der farbigen Glühbirne für das Raumlicht
lieber die Kaiser-Dukaleuchte 4018 hätten, kostet das
ganze Paket 440,- Euro Gradationswandelpapier? Vielleicht
haben Se schon einmal etwas über Gradationswandelpapier
gehört. Mit diesem Papier lässt sich der Kontrast
des Papiers steuern (um z. B. falsch belichtete Negative
optimal zu entwickeln oder um besondere Effekte zu erzielen
(Grafiken usw.). Ilford
bietet für ca. 55 Euro ein Multigrade-Filterkit mit
Halter zur Verarbeitung von Kontrastwandelpapieren. Ich
empfehle aber, zunächst nur mit festen Gradationen zu
arbeiten. Belichtung? Auf die
richtige Belichtung kommt es natürlich an. Es gibt zur
Ermittlung der richtigen Belichtungszeit verschiedene
Methoden. Zum einen
Erfahrungswerte/Ausprobieren/Teststreifen, zum anderen gibt
es auch elektrische Belichtungsmesser (z. B. Ilford EM 10
für 59,- Euro) Zeitschaltuhren Für
die bessere Einhaltung der genauen Belichtungszeit gibt es
Zeitschaltuhren. Auf Dauer wird man um eine solche
Anschaffung nicht umhin kommen. Fürs erste kann man
sich behelfen durch das Abblenden des Objektives (damit die
Belichtungszeit mindestens 10 Sekunden beträgt). Eine
Belichtgungsschaltuhr wie die Jobo Time Switch kostet 65,-
Euro. Kombigeräte:
Komfortabler als Einzelgeräte sind Kombigeräte zum
Messen und Belichten. Ein Profigerät wie etwa der Kunze
Multitimer MP 104 kostet 229,- Euro. Vergrößerungskassetten Wer seine
Fotos unbedingt mit einem weißen Rand versehen will,
benötigt einen Vergrößerungsrahmen.
Gleichzeitig dient der Rahmen der perfekten Planlage. Bei
Verwendung von kunststoffbeschichtetem PE-Papier (das
allgemein über eine gute Planlage verfügt), ist
die Anschaffung einen Vergrößerungsrahmens
zunächst entbehrlich. Vergrößerungsrahmen
gibt es in allen Preislagen ab 34,- Euro. Barytpapier?
Einige
Profis schwören auf das klassische Barytpapier, weil es
noch edler wirkt und allerhöchsten
Qualitätsansprüchen genügt. Ein Anfänger
sollte sich mit Barytpapier aber zunächst nicht
befassen und nur das wesentlich einfacher zu verarbeitende
übliche PE-Papier verwenden. Teurere
Vergrößerungsgeräte? Vergrößerungsgeräte
gibt es, wie bereits erwähnt, in allen Preislagen. Bei
der oben offerierten Grundausstattung handelt es sich um ein
solides Gerät. Wodurch unterscheiden sich aber die
teureren Geräte? 1.
Größer und stabiler: Eine höhere
Gerätesäule ermöglicht eine stärkere
Vergrößerung, ohne dass der Gerätekopf von
der Grundplatte weggeschwenkt werden muss. Allerdings
erlaubt auch der Graduate bereits eine 13fache
Vergrößerung ohne Schwenkung. Teure Geräte
haben eine größere Grundplatte und sind noch
stabiler gebaut (vibrationsärmer). 2.
Mehrere Formate: Der Graduate ist nur für Kleinbild
gedacht, es gibt aber Vergrößerer, mit denen auch
Rollfilme verarbeitet werden können. 3. Das
Beleuchtungssystem: Hier gibt es die gravierendsten
Unterschiede. Es gibt Geräte mit Farbkopf, mit denen
Sie also auch Farbfotos selbst entwickeln können.
Allerdings: Die meisten Leute, die sich einen
Farbvergrößerer kaufen, fertigen später doch
nur Sw-Fotos (weil die Herstellung von guten Farbfotos
deutlich schwieriger ist). Das Farbgerät lässt
sich aber sehr gut für Schwarzweiß verwenden
(Steuerung der Gradationswandelpapiere). 4. Das
Objektiv: Letztlich gibt es natürlich auch noch
beim Objektiv Qualitäts- und Preisunterschiede.
Für Schwarzweiß sind die einfachen Objektive
durchaus ausreichend, Perfektionisten sollten jedoch tiefer
in die Tasche greifen. Objektive lassen sich aber jederzeit
auswechseln.

Es gibt aber auch spezielle Köpfe für
Gradationswandelpapiere. Die teuren Farb- und
Gradationswandelköpfe haben zudem den Vorteil, dass sie
unempfindlicher auf Staubpartikel reagieren und sie nicht so
auffällig mitvergrößern. Die
herkömmlichen Sw-Köpfe mit dem Kondensorsystem
(Opallampen) sind in dieser Beziehung gnadenlos (da muss man
die Filmbühne und den Film penibel staubfrei
halten).